: Nomadin des Herzens
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Leseprobe
ISBN:9783934703964
Preis:16,80 € [D]
ET:15.03.2005
Lieferbar:sofort
Format:12 x 19 cm
Seiten:128
Einband:Halbleinen
Ausstattung:Fadenheftung

Nomadin des Herzens

Jane Digby - ein Portait

Die englische Aristokratin Jane Digby, wegen ihres unkonventionellen Lebens gesellschaftlich geächtet, verdrehte Lords, Baronen, Königen und Dichtern den Kopf. In Scheich Abdul Medjuel El Mesrab fand sie, wenn auch spät, ihre große Liebe. Kein Märchen - sondern die Biografie einer faszinierenden, wilden Frau.

Die Sehnsucht nach Liebe führt die englische Aristokratentochter Jane Digby Anfang des 19. Jahrhunderts quer durch Europa, nach London, Paris, München, Korfu und Athen. Dabei sammelt sie eine beträchtliche Anzahl verflossener Gatten und Geliebter an: Lord Ellenbourough, Baron Venningen, Graf Theotoky - um nur die legitimen Verbindungen zu nennen. In jedem dieser Männer glaubt sie aufrichtig, die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Sobald aber das „häusliche Glück“, die Tristesse des Alltags beginnt, regt sich in ihr die Ruhelosigkeit. Durch die Poesie Lord Byrons bestärkt ist sie auf der Suche nach immerwährender Romantik. „Ihr ganzes Leben verbrachte sie damit, in halsbrecherischem Tempo den wilderen Gestaden der Liebe entgegenzureiten. Jede neue Liebesaffäre war ein Feldlager, das am Wege für sie aufgeschlagen wurde. Manchmal war es ein Palast und manchmal ein Zelt, aber immer bedeutete es ihre letzte Zuflucht.“
Jane Digby sehnt sich nach Ungezwungenheit. Weder Könige noch Intellektuelle noch ein albanischer Räuberhauptmann erfüllen diese kompromisslose Sehnsucht. In Paris trifft sie Honoré de Balzac. Eine kurze Liaison verbindet die beiden. Er wird seine „Wüstenschwalbe“ im Roman Die Lilie im Tal verewigen. Am Bayrischen Hof wird sie die Mätresse des Königs Ludwig I. Es folgen weitere Liebhaber, ohne dass Jane Digbys Ruhelosigkeit gestillt wird. Durch ihr lotterhaftes Leben bei der europäischen Aristokratie in Ungnade gefallen, reist sie nach Syrien. Je mehr sie dem viktorianischen Korsett entflieht, desto sicherer ist ihr Ziel: der Orient. Hier heiratet sie mit weit über vierzig Jahren ihre endgültige Liebe, Scheich Abdul Medjuel El Mesrab. Sie lernt Arabisch und - dank der aristokratischen Kindheit, die aus ihr eine exzellente Reiterin gemacht hat - gallopiert an der Seite ihres Mannes in Stammeskriege. Bis zu ihrem Tod lebt das glückliche Paar mal in Damaskus und mal in Beduinenzelten rund um Palmyra. Nach Europa kehrt Jane Digby nur ein einziges Mal zurück: um ihr Testament zu machen.

Pressestimmen:

Die abenteuerliche Lebensgeschichte der Jane Digby, der „Nomadin des Herzens“, von Lesley Blanch ist nur einer der mit Liebe und Geschmack herausgegebenen Bände aus der edition ebersbach. Klug und undogmatisch wählt Brigitte Ebersbach vor allem Literatur von Frauen für Frauen aus, jeder der bibliophil gestalteten Bände ist ein Trouvaille: schön anzusehen und mit Genuss zu lesen.
Buchkultur

In einem feinsinnigen Text zeichnet die Engländerin Lesley Blanch das Leben der Abenteurerin Jane Digby.
Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung

Nomadin des Herzens ist ein Porträt über die englische Aristokratin Jane Digby, deren leidenschaftliches Temperament Anfang des 19. Jhs alle Konventionen sprengt. Die Ruhelosigkeit, mit dem sie dem viktorianischen Korsett zu entfliehen versucht, endet erst mit über 40 Jahren, als sie ihr Glück im Orient findet, wo sie ihre große und endgültige Liebe kennenlernt. Es klingt wie ein wildes, unbändiges Märchen und ist doch die wahre Geschichte einer unglaublichen, unkonventionellen Frau.“ Christine Deubler, Lesen bildet